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Allgemein Frauenarbeit Von Frau zu Frau

3 – Ein Bild

von Naomi Schmidt

Gott sprach: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.“
Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
(1. Mose 1,26-27)

Es ist sehr hilfreich, wenn Gott Dinge zweimal sagt.

In 1. Mose 1,26 sagt Gott: „Lasset uns den Menschen machen ein Bild, das uns gleich sei“. Die Wiederholung verleitet zum Nachdenken über die Wahrheit des Bildes, das Gott der Menschheit gegeben hat.
In 1. Mose 1,27 sagt Gott es dann noch zweimal: „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde. Nach dem Bilde Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ Er macht seinen Standpunkt ziemlich klar.

Ein Mann, eine Frau, ein Bild.

Nach sechs Tagen, in denen Galaxien, Lebewesen und Lebensrhythmen geschaffen wurden, kam der Zeitpunkt für die Krone der Schöpfung Gottes. Der dreieinige Gott beriet sich mit sich selbst, gestaltete das erste menschliche Wesen nach seinem Ebenbild und hauchte Adam den Lebensatem ein. Das Bild, das den Menschen geschenkt wurde, war eine geistliche Beziehung, in der sich Gottes Gedanken, Wünsche und sein Wissen in der einzigen, kostbaren Menschheit widerspiegeln sollten.

Das Bild, das der Menschheit geschenkt wurde, war eine geistliche Beziehung,
in der sich Gottes Gedanken, Wünsche und sein Wissen
in der einzigen, kostbaren Menschheit widerspiegeln sollten.

Dann führte Gott in seiner unendlichen Weisheit jedes wilde Tier und jeden Vogel des Himmels zu Adam. Als Adam jedem Geschöpf einen Namen gab, wurde sein Bedürfnis nach einem Gefährten und Gegenstück deutlich. Adam erfuhr, was Gott bereits wusste: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (1. Mose 2,18). Die wechselseitige Abhängigkeit der Menschen war erst vollständig, als Gott die Frau aus der Seite des Mannes schuf – und ihr sein Ebenbild gab. Als Gott mit der Schöpfung fertig war, war die Menschheit vollendet. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und es war sehr gut“ (1. Mose 1,31).

Ein Mann, eine Frau, ein Bild.

Und dann fielen sie in Sünde, und das eine Bild wurde zerstört.

Die Präzision und Wiederholung der Heiligen Schrift lassen keinen Zweifel an Gottes ursprünglichem und vollkommenem Plan für die Menschheit. In der sündlosen Schönheit der Schöpfung hatten Adam und Eva ein heiliges Verlangen nach einander. Gott wollte, dass jeder von ihnen einzigartig ist, nicht nur für die Ehe oder die Fortpflanzung, sondern weil er wusste, dass Mann und Frau zusammen „sehr gut“ sind. Männer und Frauen wurden so gestaltet, dass sie gemeinsam der Menschheit nützen. Gott möchte, dass wir die wechselseitige Abhängigkeit von Mann und Frau als Teil seines heiligen Plans annehmen und feiern. Was können wir also erwarten, wenn der Heilige Geist daran arbeitet, unseren Glauben zu stärken und das Bild Gottes in unserem Leben wiederherzustellen? Einen flüchtigen Blick in den Garten Eden.

Ein Mann, eine Frau, ein Bild.

Die schwierigere Frage ist: „Wie sieht das in einer gefallenen Welt aus?“ Wir sehnen uns danach, es zu verstehen, und ringen darum, wie wir das eine Bild Gottes als einzigartig wiederhergestellte Männer und Frauen am besten widerspiegeln können. Aber Gottes Wort ist eindeutig – es ist ein Bild. In erster Linie ist es das Bild Gottes: zu lieben was rein und richtig ist, zu begehren was heilig ist und nur an das zu denken, was lieblich, bewundernswert, edel, wahr und ausgezeichnet ist. Je mehr wir uns dem wiederhergestellten Bild Gottes annähern, desto mehr gleicht unser Leben jenen ersten Augenblicken im Garten Eden. Unverkennbar männlich. Unverkennbar weiblich. Unverkennbar heilig.

Je mehr wir uns dem wiederhergestellten Bild Gottes annähern,
desto mehr wird unser Leben jenen ersten Augenblicken im Garten gleichen.
Unverkennbar männlich. – Unverkennbar weiblich. – Unverkennbar heilig.

Geistliches Wachstum führt nicht zu weniger Unterschiedlichkeit. Vielmehr bringt es uns dem eigentlichen Entwurf näher. In dieser Bewegung leben wir bewusst in geistlicher Einheit und gegenseitiger Abhängigkeit mit einigen einzigartigen Berufungen, die männlich oder weiblich, aber immer heilig sind. Wir arbeiten zusammen, um dem einen Herrn in dem einen Glauben für das eine Ziel zu dienen. Wir ehren den Vater aller, der seinen Plan in vollkommener Weisheit und Heiligkeit offenbart hat. Wir sind die geschaffenen Wesen, die das Bild und den Entwurf des Schöpfers tragen.

Ein Mann. Eine Frau. Ein Bild.

Zum Weiterdenken
Welche Charaktereigenschaften oder welche geistlichen Eigenschaften machen es einer Christin leichter, die einzigartigen Entwürfe und die wechselseitige Abhängigkeit von Männern und Frauen anzunehmen?

Schlussgebet
Herr Gott, die Majestät deiner Schöpfung ist nur ein kleiner Teil dessen, was du bist – aber sie offenbart dich als einen Meister der Gestaltung und zeigt deine Liebe zur Menschheit. Du hast Mann und Frau geschaffen, um dein einziges heiliges Bild zu tragen, und wir bitten dich demütig, dass du uns in diesem Ziel bestärkst. Hilf uns zu verstehen, wann dein Bild in Männern und Frauen einzigartig zur Geltung kommen soll, und mach dies zum Wunsch unseres Herzens. Stärke unsere Weisheit und ermutige uns mit dem Evangelium, wenn wir dein liebendes Bild in einer Welt widerspiegeln, die dich nicht kennt. Amen.

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