A – wie Ankunft:
Advent ist die Kurzform des lateinischen „adventus domini“ – Ankunft des Herrn.
Im ersten Advent wartete das Volk Israel sehnsüchtig auf das Kommen des von Gott schon lange verheißenen Erlösers. Die Geburt von Jesus, derer wir an Weihnachten gedenken, war die Ankunft Gottes in dieser Welt. Gott kam in diese Welt hinein indem er Mensch wurde.
Der zweite Advent ist die Zeit vor dem zweiten Kommen Jesu. Christen warten auf die Ankunft ihres Herrn – diesmal nicht als kleines, hilfloses Kind, sondern dann kommt er als König und Richter.
Der dritte Advent ist das Kommen von Jesus in unser Leben hinein. Um es mit Angelus Silesius zu sagen: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir; du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.“

D – wie Dunkelheit:
Der Advent fällt in die dunkelste Zeit des Jahres. Die Tage werden kürzer bis zur Wintersonnwende an Weihnachten. In die Dunkelheit der Welt leuchten im Advent viele Kerzen, funkelnde Sterne und Lichter. Sie sind ein Zeichen dafür, dass mit der Geburt Jesu das Licht aus der Ewigkeit in diese Zeit und Welt hinein kam.
Jesus wurde in eine dunkle, grausame Welt hineingeboren, doch mit seiner Geburt ging ein Stern auf und Licht aus dem Himmel leuchtete auf den Hirtenfeldern. – Vom Stall von Bethlehem geht ein Licht aus, das nicht mehr zum Erlöschen gebracht werden kann. Jesus IST das Licht der Welt. Sein Leben, und viel mehr noch sein Tod und seine Auferstehung haben das Licht in diese Welt gebracht. Das Licht der Liebe und der Hoffnung. „Gott, der sprach: ‚Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten‘, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben.“ 2.Kor.4,6

V – wie Vorbereitung:
Im Advent wird vieles vorbereitet, Plätzchen gebacken, Geschenke verpackt.
Im ersten Advent hat Gott die Welt vorbereitet auf die Geburt seines Sohnes, bis hinein in die Details des Geburtsortes und der politischen Umstände. Im zweiten Advent bereitet er alles vor für die Wiederkunft Jesu. Entscheidend ist, dass wir uns vorbereiten – unsere Herzen und unsere Häuser, damit Jesus auch zu uns kommen kann.
Findet er in dieser Adventszeit Platz in unseren Wohnungen, unseren Familien, unserem Alltag?

E – wie Erwartung:
Erwartung ist die Haltung, mit der wir im Advent leben. Kinder erwarten das Christfest mit seinen Lichtern. Und wir Erwachsenen?
Erwartung ist auf etwas Positives in der Zukunft gerichtet, das Gegenteil sind Befürchtungen. Wer an Jesus als seinen Heiland glaubt, wer von ihm die Vergebung seiner Schuld empfangen hat, kann ihn getrost erwarten. Alle anderen müssen das zweite Kommen von Jesus befürchten, denn „schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“ (Hebr.10,31).

N – wie Neugier:
Die Kinder sind neugierig auf die Geschenke, können es am Weihnachtsabend nicht erwarten den Baum, das Festzimmer zu sehen. Wir Erwachsenen haben die Neugier besser im Griff. Und doch wäre es manchmal schön, wenn wir einen Blick durchs Schlüsselloch tun könnten. – Natürlich nicht ins Weihnachtszimmer, sondern in die Zukunft, hinein in die Zeit, wenn unser Herr wiederkommt.
In der Bibel ermöglicht Gott uns den einen und anderen Blick durchs Schlüsselloch. Die Adventszeit ist eine Einladung an uns, dass wir es ruhiger angehen lassen, dass wir uns wieder Zeit nehmen um in der Bibel zu lesen und Einblick zu nehmen in das, was Gott uns zeigen möchte. Lassen wir uns die Neugier schenken, nehmen wir uns Zeit für Gottes Wort.

T – wie Tür:
Im Advent gibt es Türen – in den Adventskalendern und in den Adventsliedern. Es geht um offene Türen im Advent.
Am Ende des ersten Advents steht „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis.“ – Der Weg zum Paradies, der Weg zum Himmel ist offen, weil Gott Mensch geworden ist! An Karfreitag ist der Vorhang zerrissen, Gott hat den Zugang zum Himmel wieder frei gemacht.
Am Ende des zweiten Advents steht wieder eine offene Tür: „Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.“ (Offb.19,11)
Und im dritten Advent gilt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ (Offb.3,20) – Stimmen wir mit ein in das Adventslied: „Komm, o mein Heiland Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist!“ – damit ER ankommen kann in dieser Adventszeit.

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