Zu diesem Thema durfte ich dieses Jahr beim Gemeindetag der ELFK zum ersten Mal eine Arbeitsgruppe für Frauen leiten.

Ausgegangen sind wir von der Frage, inwiefern Mütter überhaupt besonders trostbedürftig sind, und was speziell Mütter tröstet. In Jeremia 31 sagt Gott seinem Volk zu, dass er Schwangere und junge Mütter sammeln wird, dass sie weinend kommen werden und er sie unter Tröstungen nach Hause führt. – Gott hat einen Trost speziell für uns Mütter bereit. Er sieht uns in unserer Situation, in unseren Herausforderungen, und lässt uns darin nicht allein! Er hört unsere stillen Seufzer und geht nicht darüber hinweg.

Am Beispiel von Hagar sahen wir eine Mutter, die von Gott in ihrer Situation ganz besonders getröstet wurde. Ihr war’s, auch durch eigene Schuld, zum Davonlaufen – aber Gott hat sie gesucht und gefunden, sie durfte sich aussprechen und über ihren weiteren Weg nachdenken, bevor sie dann gestärkt durch die Gottesbegegnung in ihren Alltag zurückgeschickt wurde. Allerdings sollte sie die Situation nicht passiv erdulden, leidend über sich ergehen lassen, sondern sie bewusst annehmen und ihren Alltag aktiv gestalten. Hagar erkannte und bekannte: Du bist ein Gott, der MICH sieht!

Leider reichte die Zeit nicht mehr um auch noch zu entdecken wie Hanna von Gott getröstet wurde. Sie erlebte ihr Leben als Jammertal, hatte unter ihrer Situation zu leiden und war nicht mehr offen für die Liebe und das Gute, das sie trotz allem hatte. Aber sie nutzte die Gelegenheit zur Begegnung mit Gott, schüttete ihr bitter gewordenes Herz vor Gott aus und erlebte dann auch, wie sie getröstet wurde und als Gesegnete in ihren Alltag zurückgehen konnte. Hanna konnte dankbar bekennen: Du bist ein Gott der mich HÖRT!

Gott SIEHT mich und Gott HÖRT mich – Gott sieht MICH und Gott hört MICH
Gott sieht und hört nicht nur die Ehefrau, Mutter, Tochter, Kollegin und Freundin, sondern Gott sieht und hört MICH. Das ist ungemein tröstlich!
Gott sucht mich, wenn ich innerlich oder äußerlich davon gelaufen bin. Er schickt mir seinen (oft menschlichen) Boten, er begegnet mir in seinem Wort. Ich darf mein Herz vor Gott ausschütten, darf ihm sagen wie es mir geht, und kann dann auch erfahren, dass ER mein Herz neu füllt, dass er mir einen neuen Blick schenkt, und kann mich als Gesegnete neu den Herausforderungen meines Lebens und meines Alltags stellen.

Jesus lädt mich ein: „Komm her zu mir, die du müde bist von der Arbeit, und unter der Last deiner Verantwortung leidest – ich möchte dich stärken und wieder lebendig machen.“ (Matthäus 11,28) – Jesus will mich mit Ruhe und Kraft beschenken. Ich brauche dafür nichts zu tun als seiner Einladung zu folgen.

Dass ich freimütig mit allem, was mich belastet, kommen kann, und dass ich nicht hängen gelassen werde, dazu hilft mir die Zusage Gottes: „Wenn dir das Wasser wieder mal bis zum Hals steht, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn es so richtig heiß her geht bei dir, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. … DU bist in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich und ich habe dich lieb.“ (Jesaja 43,2-4) – Dass Gott wirklich mich meint, das sagt er mir zu: „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jesaja 43,1) – Gott kennt meinen Namen, er kennt mich, auch meine Schwachheit und mein Versagen, und dennoch und gerade deshalb sagt er mir zu: DU bist WERTvoll in meinen Augen, ich habe DICH lieb!

Dass auch dich diese Zusage des allmächtigen Gottes, deines himmlischen Vaters, tröstet, wünsche ich dir!

Hier gibt es das Material von der Arbeitsgruppe zum Nachlesen.

Bild: Lichtkunst.73/pixelio.de

 

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