oder wie die Krise zur Chance werden kann.

Corona ist in aller Munde.
Ein kleines Virus, das die Welt in Angst und Schrecken versetzt, Politiker verunsichert, die Wirtschaft in eine Krise stürzt und alle Planungen über den Haufen wirft. Ein kleines Virus, das Menschen zu Hamsterkäufen und Panik veranlasst und Länder ihre Grenzen dicht machen lässt. Ein kleines Virus, das im Ganzen gesehen auf viele Menschen nur wenig, auf einige jedoch schwerwiegende bis tödliche Auswirkungen hat.

Ein kleines Virus, das Angst macht – Angst um Leben und Gesundheit, aber für einige auch um die wirtschaftliche Existenz. Diese Angst wird durch die Medien um ein Vielfaches verstärkt, denn Angst ist ansteckend. Das Fatale ist: Die Menschen bleiben mit dieser Angst alleine. Sie werden nach Hause geschickt und isoliert. Dort hat der Teufel, der Zerstörer und Feind des Menschen, die Gelegenheit sie fertig zu machen.

Als Christen sind wir mit betroffen vom Virus und von der Krise, und genauso den Folgen ausgeliefert. Wir leben in einer gefallenen Welt, in der Krankheitserreger und Krankheit eine Wirklichkeit sind.

ABER: Als Christen haben wir der Angst etwas entgegenzusetzen: Den Frieden Gottes, der alle Vernunft übersteigt.

Denn als Christen haben wir Hoffnung: Die Hoffnung auf die Erlösung, die durch Tod und Auferstehung Jesu bereits Wirklichkeit geworden ist.

Wir wissen, dass diese Welt in Gottes Hand ist und von Gott geliebt. Gerade in der Passionszeit, in der wir uns mit dem unschuldigen Leiden und Sterben des Gottessohnes beschäftigen, steht uns die umfassende Liebe Gottes vor Augen.

Als Christen dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott in seiner Liebe nichts zulässt, was nicht zu unserem Besten und zum Besten seiner Gemeinde dient.

Christen kennen den, der Himmel und Erde erschaffen hat, den allmächtigen Gott. Als Christen können wir in dieser Krise dem Allmächtigen vertrauen, dass IHM die Situation nicht entgleitet. ER ist der Herr der Lage, weltweit und in jedem einzelnen Leben.

Als Christen kennen wir außerdem die Macht des Gebets: Wir können uns im Gebet unter Gottes Schutz stellen, und wir können die Betroffenen und die Verantwortungsträger vor Gott bringen. Wir können um einen gnädigen Verlauf der Epidemie bitten und vor allem um Weisheit für uns und für die Verantwortungsträger.

Als Christen wollen wir uns angesichts der Krise nicht von der Angst bestimmen lassen und nicht in Panik ausbrechen, sondern den Menschen gerade in dieser Zeit Hoffnung vorleben und zum Vertrauen auf den allmächtigen Gott ermutigen, der durch Jesus Christus unser liebender Vater ist. – Möge unser himmlischer Vater uns dazu Gelegenheiten und die richtigen Worte schenken!


Ein paar Gedanken, die mich außerdem im Blick auf Corona und die Krise bewegen:
Man sagt „Not lehrt beten“. – Was wäre wenn Gott diese Krise zuließe, damit Menschen mit ihrer Ohnmacht und Begrenztheit konfrontiert werden und sich ganz neu die Frage nach dem Sinn und Ziel des Lebens, nach dem Warum und Wozu ihres Alltags stellen müssten? Was wäre wenn auch die Angst, die Todesangst vieler Menschen ein Bußruf Gottes wäre, eine Chance zur Umkehr?
Und was wäre, wenn wir Christen nicht nur von Gott her eine Antwort auf diese Fragen hätten, sondern sie den verunsicherten Menschen in unserer Umgebung auch gäben? Wenn durch das Zeugnis der Christen in dieser Krise auch nur ein einziger Mensch zur Umkehr fände und den Weg ins Reich Gottes beträte, dann wäre ein Freudenfest im Himmel!

Ein weiterer Gedanke sind die „5 Wochen ohne …“ Schule in unserem Fall. – Ausgerechnet in der Passionszeit wird durch das Virus das gesellschaftliche Leben nicht nur in Deutschland gegen Null gefahren. Was wäre, wenn dies eine Möglichkeit wäre zur Besinnung auf den, an dessen Leiden und Sterben wir in diesen Wochen denken? Was wäre, wenn wir die Situation weniger als Einschränkung und mehr als Chance sehen lernten, als Möglichkeit zur Stille zu kommen? – Dann läge in dieser Krise eine immense Chance!

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