Manger
“Stille Nacht” singen wir zwar, doch davor liegt die Advents- und Weihnachtszeit, die ich als eine eher ruhelose Zeit kenne. Geschenke müssen besorgt, Karten geschrieben und Adventsfeiern gefeiert werden.

Weißt du, was ich meine? Du würdest sicherlich auch gern eine Pause machen und etwas zur Ruhe kommen. Doch wie soll Stille einziehen, wenn Besuch kommt und nach dem Fest noch der Jahreswechsel ansteht?

Es ist möglich! Zu Weihnachten kannst du Ruhe und Frieden finden. Damit meine ich allerdings  nicht die Stille, wenn du dich für fünf Minuten hinsetzt und einem weihnachtlichen Wiegenlied lauschst.

Sollte ich vorschlagen: „Denke an die Stille in Bethlehem“? Normalerweise herrschte Stille in Bethlehem. Doch mit den Steuerbeamten und überfüllten Herbergen war es vorbei mit der Ruhe. Stille bei den Hirten in den Bergen? Wenn du schon einmal in Nachtschichten gearbeitet hast, wirst du kaum von erholsamer Stille reden. Strahlt zumindest das schlafende Kind in der Krippe etwas Ruhe aus? Vielleicht, solange es schläft.

Schau genauer in die Krippe. Dort gibt es Stille und Frieden. Doch dazu muss man tiefer blicken als nur bis zu dem Kind. Schau hin und erkenne im Kind in der Krippe deinen Heiland.

Gehörst du zu denen, die viel leisten wollen und immer bei der Arbeit sind, damit das Einkommen stimmt? Erdrückt dich die Plackerei der täglichen Pflichten? Die Weihnachtsengel singen ihr Lied für dich. „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr!“ Nimm dir ein Beispiel an den Hirten und geh erwartungsvoll zum Stall mit dem Kind. Dann kannst du wie sie Gott loben und preisen und anderen von der Christgeburt erzählen. Sie fanden Stille und Zufriedenheit, denn sie hatten mit den Augen des Herzens den Friedefürst gesehen.

Gehörst du zu den Gebildeten? Erwartet man von dir ein sicheres Urteil, weil du mehr weißt und mehr gelernt hast? Komm und bewundere den König der Wahrheit. Hierher kannst du deine Gaben und deine Anbetung bringen. An der Krippe findet deine lange Reise ihr Ziel in Gottes Weisheit. Hier liegt der, dessen Friede alles menschliche Verstehen überschreitet.

Ihr Kinder, Gottes Sohn wurde ein Kind wie ihr und war auf seine Mutter angewiesen. Und doch ist er vollkommen und will euch seine Güte schenken. Als er erwachsen war, rief er die Kinder zu sich und segnete sie. Er will bei dir sein, auch wenn es dunkel und schwierig wird. Verlass dich darauf, alles ist in Ordnung, wenn du mit ihm gehst.

Ihr Väter, könnt ihr die Sorge für eure Familie vernachlässigen und in der Liebe kühl werden, wenn ihr an den Vater denkt, der seinen Sohn aus dem Himmel sandte, um euch in seine Familie zu bringen? Ihr habt große Verantwortung. Holt euch Rückendeckung  bei dem himmlischen Vater, bei dem ihr immer noch Kinder sein dürft.

Ihr Mütter, scheint alles bei euch hängen zu bleiben und ihr fragt euch, wie ihr zurecht kommen sollt? Schaut auf die Mutter des Herrn. Sie fand ihren Frieden, indem sie all die Worte in ihrem Herzen bewegte, die sie über ihr besonderes Kind hörte.

Ihr Sünder, das Kind in der Krippe wurde Christus am Kreuz. Er lebte für euch, er starb für euch. Jetzt lädt er euch ein, bei ihm Ruhe für eure Seele zu finden. Bei ihm könnt ihr loswerden, was euch belastet.

“Stille Nacht, heilige Nacht …” – das Kind in der Krippe strahlt nicht nur kindlichen Charme aus. Lass dir die Augen öffnen für das, was Gott getan hat in jener heiligen Nacht. Gott wird Mensch, dir Mensch zugute. Finde auch du diesen Frieden in der stillen, heiligen Nacht.

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